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eScholarship
Open Access Publications from the University of California

Wie die Tabakindustrie in Deutschland durch die Erhaltung wissenschaftlicher sowie politischer Respektabilität Rechtsvorschriften zum Schutz vor Passivrauchen verhinderte

  • Author(s): Bornhäuser, A
  • McCarthy, J
  • Glantz, S A
  • et al.
Abstract

Zielsetzung: Die Untersuchung der Taktiken welche die Tabakindustrie in Deutschland eingesetzt hat um Gesetzgebung bezüglich Passivrauchen zu vermeiden und die Akzeptanz des Rauchens in der Öffentlichkeit aufrechtzuerhalten.

Methoden: Systematische Durchsuchung von im Internet zugänglichen Tabakindustriedokumenten im Zeitraum von Juni 2003 bis August 2004.

Ergebnisse: Im damaligen West-Deutschland hatten Politiker bereits Mitte der Siebzigerjahre Kenntnisse über die Tatsache, dass Nichtraucher durch Passivrauchen gefährdet werden. Da Deutschland im Umweltschutz international eine Führungsrolle einnimmt, hätte man davon ausgehen können, dass es auch bezüglich des Schutzes seiner Bürger vor der Verschmutzung durch Passivrauchen führend gewesen wäre. Indes haben die Tabakhersteller in Deutschland, vertreten durch den Branchenverband, den Verband der Cigarettenindustrie (VdC) die frühzeitig stattgefundene Auseinandersetzung über die Gefahren des Passivrauchens in Schach gehalten und neutralisiert. Dieser Erfolg wurde durch eine sorgfältig geplante Kollaboration mit ausgewählten Wissenschaftlern, Medizinern und Entscheidungsträgern erzielt, die einher ging mit einem ausgeklügelten PR-Programm.

Schlussfolgerungen: Die Strategien der Tabakindustrie waren weitgehend erfolgreich im Hinblick auf die Verhinderung von Rechtsvorschriften bezüglich des Passivrauchens in Deutschland. Entscheidungsträger, Mediziner, die Medien und die allgemeine Öffentlichkeit sollten von diesen Verstrickungen der Tabakindustrie Kenntnis haben und sie sollten angemessene Maßnahmen ergreifen um die Diskrepanz zwischen dem, was über die gesundheitlichen Auswirkungen des Passivrauchens bekannt ist und dem was diesbezüglich getan wird, zu schließen.

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